Höhepunkt und krönender Abschluss des Schreiblabors im Frühjahr 2017 war die öffentliche Lesung am 12. Juli im Saal des Literaturhauses. Ein großartiger Abend - wir freuen uns sehr über die literarische, stilistische und thematische Vielfalt der Texte, die sprachliche Kunstfertigkeit und die tollen Auftritte der Schreiblaborantinnen und Schreiblaboranten. Herzlichen Dank an die Behörde für Kultur und Medien für die Förderung des Schreiblabors 2017.
Die Texte der Abschlusslesung könnt Ihr/können Sie hier im Blog nachlesen.

 

Ruhig liegt er da. Sein Körper bewegt sich kein Stück, bis auf seinen Brustkorb der sich, dank der vielen Schläuche und Geräte in und um seinen Körper, noch einige Zeit auf und ab bewegen durfte. Nur seine Augen sehen mich noch an, wie früher. Seine Augen voller Hoffnung, die unsichtbare Tränen vergießen. Er sieht mich an, als könne er durch mich durch sehen, als sei ich die Luft, die er bald nicht mehr atmen könnte.

...weiterlesen "»Siebzehn« von Anne Benkowitz"

Bis vor ein paar Sekunden hatte ich noch geglaubt, es wäre ein völlig normaler Tag.
Ein Tag wie jeder andere, geprägt von Verzweiflung, alleine sein, und dem immer dringender werdenden Bedürfnis, zu reden.
Ganz egal, mit wem.
Wahrscheinlich hätte ich sogar meinem besten Kumpel Sven das Herz ausgeschüttet, und der hätte wie so oft gelacht, und gesagt, dass das alles irgendwann wieder vorbei gehen würde.

...weiterlesen "von Julia Groscurth"

»Spezielles Testobjekt SX108 in dem unteren Südostflügel, Spezialabteilung B3 ist zu Bewusstsein gekommen.«
Eine blecherne Stimme hallte durch einen Lautsprecher in den kahlen, heruntergekommenen Flur, welcher an zahlreichen leeren Zellen vorbeiführte. Irgendwo tropfte es aus einem undichten Rohr, es war zugig und der unterirdische Gang menschenleer.

...weiterlesen "»Unangenehme Begegnungen« von Flora Kühn"